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Interne betriebliche Zahlen

Wie sieht es aus mit dem Auftragsbestand, der Zahl der verkauften Produkte oder der Höhe der Forderungen? Wie entwickeln sich die Kundenzahlen? „Es gibt zum Beispiel Gründer, die ihre Geschäftsidee nicht weiterentwickeln oder von einem einzigen Großkunden abhängig sind. Wenn der abspringt, ist das existenzbedrohend“, warnt Aline Rohrbach von der IHK Wiesbaden.

Wer seine internen Zahlen und Daten kennt, erhält wichtige Hinweise dazu, ob sein Geschäftsmodell funktioniert bzw. welche Risiken bestehen. Mathias Härchen von der IHK Köln: „Wir empfehlen immer, sich in regelmäßigen Abständen, möglichst monatlich, hinzusetzen und zu schauen, ob man sich noch in dem Rahmen bewegt, den man sich vorgestellt hat. Wenn man sieht, dass es nicht so gut läuft, kann man sich zeitig fragen, woher dieser schlechte Verlauf rührt und wie man ihm begegnen kann. Aber auch wenn die Zahlen besser als erwartet sind, sollte man sich die Frage stellen, woran es liegt. Ist möglicherweise eine Nebenleistung zum Umsatzträger geworden? Dann lohnt es sich vielleicht, das Geschäftsmodell umzubauen.“

Die Grundlage für die internen Unternehmenszahlen sind die Buchführung und das Controlling. Um festzustellen, wie gut man mit seinen Zahlen liegt, kann man seine Unternehmenszahlen außerdem mit den Durchschnittswerten seiner Branche vergleichen. Wer es ganz genau wissen will, kann an sogenannten Betriebsvergleichen teilnehmen, die die zuständigen Branchen- oder Berufsverbände anbieten.

Weitere wichtige Informationen bieten auch die Verträge, die das Unternehmen zum Beispiel mit Lieferanten hat: „Wenn Lieferverträge auslaufen und sich die Preise oder Lieferzeiten nach Abschluss eines neuen Vertrags ändern, muss ich das unter Umständen auch in meinem Geschäftsmodell berücksichtigen. Wird das Produkt teurer, muss ich eventuell neue Kundengruppen ansprechen oder ich gleiche den hohen Preis durch zusätzliche Serviceleistungen aus“, so Franca Heß von der IHK Chemnitz.

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