Finanzierung

Die Finanzierung stellt für viele Nachfolgerinnen und Nachfolger die größte Herausforderung dar. Der finanzielle Aufwand sollte daher auf keinen Fall unterschätzt werden.

Bei einer Unternehmensnachfolge müssen nicht nur der Kaufpreis für das Unternehmen, sondern auch anstehende Investitionen finanziert werden.

Realistischer Kaufpreis

Der Kaufpreis sollte realistisch sein und den Wert des Unternehmens widerspiegeln. Das Problem ist, Senior-Unternehmer haben meist überzogene Preisvorstellungen. Dies ist zwar nachvollziehbar, da sie vor allem die zurückliegende Mühe und Arbeit sehen, die sie in ihr  Lebenswerk investiert haben. Hinzu kommt, dass für viele Unternehmerinnen und Unternehmer der Verkaufserlös ein wichtiger Beitrag für die Altersvorsorge ist. Dennoch müssen Nachfolger genau darauf achten, ob der Preis tatsächlich dem Wert des Unternehmens entspricht. Dieser sollte sich immer an dem Zukunftspotenzial des Unternehmens und dem Geschäftsmodell orientieren. Das Kaufpreisangebot sollte daher in jedem Fall von externen Gutachtern (u. a. Fachverband, Kammer, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater) bewertet werden.

Nachfolger: Der Traum vom gemachten Nest

So viel Prozent der potenziellen Übernehmer ...

... haben Finanzierungsschwierigkeiten

56 %

... unterschätzen Anforderungen

45 %

... finden kein passendes Unternehmen

50 %

... haben unzureichende Qualifikation

28 %

  • 0 %
  • 10 %
  • 20 %
  • 30 %
  • 40 %
  • 50 %
  • 60 %
  • 70 %

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag: Erbschaftsteuer verunsichert Mittelstand. DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2012, Berlin 2012

Investitionen

Häufig müssen kurz nach der Übernahme des Unternehmens noch erhebliche Investitionen getätigt werden, um das Unternehmen auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Nicht selten stellt sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass die Betriebseinrichtung überaltert ist und viele Produkte kaum noch konkurrenzfähig sind. Auch wenn im Vorfeld ein detaillierter Unternehmens-Check zeigt, welche Investitionen notwendig sind, sollte der Finanzplan auch einen Puffer für unvorhergesehene Investitionen berücksichtigen.

Ausgleichszahlungen

In aller Regel entfällt der Kaufpreis bei familieninternen Unternehmensübertragungen. Allerdings können durch eventuelle Erbansprüche Ausgleichszahlungen an andere Familienmitglieder anfallen.

TippExterne Unternehmensnachfolger sollten sich über ihre finanziellen Möglichkeiten im Klaren sein. Lassen Sie sich ausführlich beraten und erkundigen Sie sich über Förderprogramme. Sie stehen Neugründern und Unternehmensnachfolgern gleichermaßen zur Verfügung.

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