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Von der guten Idee zur Geschäftsidee

Gründerinnen und Gründer von Teilzeitunternehmen wollen zum Beispiel ihr Hobby zum Beruf machen. Oder sie haben als Erwerbstätige eine Idee für ein kleines Unternehmen entwickelt. Die Frage ist nur: Wie wird aus einer pfiffigen Idee eine gute Geschäftsidee?

Online-Marketing für Unternehmen anbieten? Ein kleines Restaurant eröffnen? Coaching für Theater-AGs an Schulen durchführen? Bei vielen nebenberuflichen Gründungsvorhaben kommen die Idee und deren Weiterentwicklung zur Geschäftsidee zu kurz. Darauf weisen die Autoren der aktuellen Studie des Bundeswirtschaftsministeriums hin. Das Ergebnis ist: Die nebenberufliche Selbständigkeit wird über kurz oder lang wieder aufgegeben, weil sie nichts einbringt. Damit sich auch ein Teilzeitunternehmen lohnt und das einspielt, was man sich vorstellt, gibt es nur eine Möglichkeit: sich so vorbereiten wie jeder andere Gründer auch – nur im kleineren Rahmen. Das fängt mit dem Feilen an der Geschäftsidee an. Stellen Sie fest, wie die Chancen für Ihre Geschäftsidee aussehen. Was genau wollen Sie anbieten? Was ist das Besondere daran? Wer interessiert sich für Ihr Angebot?  Erste Anhaltspunkte dazu, worauf es bei einer Geschäftsidee ankommt, finden Sie in der unten stehenden Checkliste.

Die Idee muss „passen“

Ein Teilzeitunternehmen soll möglichst geringe Kosten verursachen und mit möglichst geringem Zeitaufwand gemanagt werden. „Das Konzept bzw. die Geschäftsidee muss auch wirklich in Teilzeit funktionieren“, so Jan-Oke Schöndlinger von der Industrie- und Handelskammer Limburg: „Typisch ist zum Beispiel ein Online-Shop oder eine selbständige Handelsvermittlung, die im Nebenerwerb betrieben wird.“ Idealerweise lassen sich Online-Shop oder Handelsvermittlung dann zu einem späteren Zeitpunkt weiter ausbauen.

Diese Fragen sollten Sie in Ihrem Geschäftskonzept bzw. Businessplan beantworten:

  • Sind die laufenden Kosten (z. B. Miete) und Investitionen (z. B. Büroausstattung) überschaubar? Können Sie eventuell die Kosten senken?
  • Reichen die Einnahmen aus, um alle Kosten zu decken?
  • Werden Sie Ihr Unternehmen tatsächlich stundenweise betreiben können?
  • Lässt sich Ihre Geschäftsidee später eventuell zu einem Vollzeitunternehmen weiter entwickeln? Zum Beispiel vom kleinen Schreibbüro zum Sekretariatsservice für Unternehmen oder vom Frühstücksservice für Büroangestellte zum eigenen Café?

Übrigens: Wenn Sie sich mit einem oder mehreren Partnern zusammentun und gemeinsam ein Unternehmen gründen, besteht die Möglichkeit, dass Sie Ihre Aufgaben untereinander so aufteilen, dass jeder von Ihnen als Teilzeitunternehmer tätig sein kann. Das Unternehmen selbst ist dagegen nach außen „fulltime“ präsent. Überlegen Sie, ob eine solche Teamgründung für Sie in Frage kommt.

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