Intro

Wenn über Photovoltaik, Windkraft, Kilowattleistung oder Energieeffizienz geredet wird, geschieht dies heutzutage nicht mehr nur im Bundestag, sondern auch am Küchentisch, in Schulen oder Baumärkten.

Längst ist die Energieerzeugung nicht mehr allein Sache der großen Energieversorger, die den Markt beherrschen. Immer mehr Bürger und Unternehmen produzieren ihren eigenen Strom aus erneuerbaren Energien oder beziehen ihn von Energieerzeugern in ihrer Nähe. So hatten allein im Jahr 2013 die erneuerbaren Energien einen Anteil von 25,3 Prozent am Bruttostromverbrauch¹. Und dieser Anteil soll nach den Plänen der Bundesregierung noch deutlich steigen - auf 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025.

Der Umbau der Energieversorgung - hin zu immer mehr erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz - kommt voran; auch dank der vielen neuen Unternehmensgründungen. So hat sich im Zeitraum 2000 bis 2012 allein die Zahl der Unternehmen, die aus erneuerbaren Energien Strom erzeugen oder hierfür Anlagen bauen, planen oder installieren, von ca. 26.000 auf rund 60.000 mehr als verdoppelt. Viele dieser Start-ups erweisen sich darüber hinaus auch als bestandsfester als Gründungen in anderen Branchen, stellt das ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in einer Studie fest. Energie-Starts-ups gründen zudem häufig mit höheren Umsätzen und mehr Mitarbeitern als im Durchschnitt aller Gründungen. Sie verfügen über eine hohe Anzahl von Patenten und entwickeln häufig nationale oder weltweite Marktneuheiten.

Dies alles macht deutlich: Es besteht ein erhebliches Gründungspotenzial im Umfeld der Energiewende. Mit innovativen Ideen und intelligenten Lösungen können Start-ups den Grundstein für ihren Erfolg legen und gleichzeitig den Umbau der Energieversorgung in Deutschland voranbringen.

Die weitere Umsetzung der Energiewende bietet Gründerinnen und Gründern also gute und vielfältige Chancen. Wie man sie ergreift und damit Erfolg hat, wissen die Praktiker, die wir in dieser Ausgabe des eMagazins zu Wort kommen lassen.

Weitere Informationen


1) Bruttostromverbrauch: Summe der gesamten inländischen Stromerzeugung (Wind, Wasser, Sonne, Kohle, Öl, Erdgas und andere), zuzüglich der Stromflüsse aus dem Ausland und abzüglich der Stromflüsse ins Ausland.

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