Neu: „Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft"

Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes ist die zentrale Anlaufstelle der Kultur- und Kreativwirtschaft. Es hat im Juni seine Arbeit in Berlin aufgenommen.

Mit der Eröffnung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin, hat die Bundesregierung im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft einen weiteren Schritt in Angriff genommen. Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes trägt mit seinem breiten Service- und Themenspektrum dazu bei, die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft als eigenständige Wirtschaftsbranche und als Innovationsmotor noch mehr als bisher sichtbar zu machen.

Ziel ist es, die Vernetzung zwischen den Kultur- und Kreativunternehmen und den traditionellen Wirtschaftsbranchen voranzutreiben und das Innovationspotenzial der Kreativwirtschaft hervorzuheben. Dazu Sylvia Hustedt, die zusammen mit ihrem Kollegen Christoph Backes das Kompetenzzentrum leitet: „Wir schaffen Begegnungen zwischen den unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen und vermitteln die Besonderheiten der Teilbranchen. Dabei unterstützen wir die Kultur- und Kreativschaffenden, ihre Potenziale noch sichtbarer zu machen und schaffen Begegnungen zwischen den Akteuren auf Augenhöhe. Mit 100 Veranstaltungen im Jahr wollen wir den Austausch sowohl innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft als auch zwischen der Kultur- und Kreativwirtschaft und anderen Branchen fördern. Wir gehen auf Tour durch ganz Deutschland und bieten seit 2016 zum ersten Mal auch eine Reihe von Veranstaltungsformaten in unseren eigenen Räumlichkeiten an: In unserem ‚Kreativwirtschaftlichen Salon‘ oder dem Networking-Format ‚Gin & Genius‘ zum Beispiel bringen wir Akteure aus Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft miteinander ins Gespräch und bieten so Kulturschaffenden – auch Freiberuflern und Solounternehmern – die Möglichkeit, sich und ihre Ideen in Fachgesprächen zu präsentieren. Wir möchten dabei einzelnen Akteuren – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße – die Vorteile von Entwicklungspartnerschaften mit der Kultur- und Kreativwirtschaft aufzeigen sowie Erfahrungen, Impulse und kreative Herangehensweisen praxisnah vermitteln.“

Erste Erfahrungen dazu gibt es bereits, weiß Christoph Backes: „Ende Juni waren wir zum Beispiel mit Kultur- und Kreativschaffenden gemeinsam bei UNICEF und haben in einem zweitägigen Innovation-Camp Ideen gesammelt, wie auch jüngere Generationen über die Arbeit von UNICEF informiert und als Unterstützer gewonnen werden können.“

Kultur- und Kreativpiloten Deutschland

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„Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ist eine Auszeichnung der Bundesregierung. Gesucht werden außergewöhnliche Ideen und Menschen, die mit ihrem Handeln der Kultur- und Kreativwirtschaft Gesicht und Gewicht geben.
http://kultur-kreativpiloten.de

 

Kultur- und Kreativunternehmen stärken

Ein weiterer Schwerpunkt des Kompetenzzentrums ist es, zur Verbesserung der Marktchancen von Klein- und Kleinstunternehmen beizutragen. Dazu werden u.a. auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnittene regionale Formate angeboten. „Bei der Veranstaltung ‚Innensichten‘ berichten zum Beispiel Kreativunternehmer über ihre bisherige Arbeit, ihr Scheitern und ihre Erfolge. Im Format ‚Vor Ort‘ gehen wir noch einen Schritt weiter und besuchen mit Interessierten gemeinsam Fab-Labs, Co-Working-Spaces und Kreativorte“, so Christoph Backes. „Seit diesem Jahr steht uns außerdem noch ein zum mobilen Showroom umgebauter Doppeldeckerbus zur Verfügung. Mit diesem Bus gehen wir zu Veranstaltungen, um die vielen Facetten der Kultur- und Kreativwirtschaft vorzustellen und Interessierten die Möglichkeit zu bieten, mit uns in Kontakt zu treten.“

Brückenkopf zu Politik, Kultur und Wirtschaft

Als Bindeglied zu Multiplikatoren aus Politik, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie zur  wissenschaftlichen Community und Kultur- und Wirtschaftsförderung stehen vier sogenannte Transfermanager bereit. Sie widmen sich u.a. den Themen „Gründung und Wachstum“, „Innovation und Impuls“, „Internationales und Export“ sowie „Kultur, Arbeit und Gesellschaft“. Vor kurzem ist außerdem ein bundesweites Community-Management mit Scouts und Multiplikatoren gestartet, die Trends, Entwicklungen und Best-Practice-Beispiele in den verschiedenen Regionen Deutschlands aufspüren. „Dazu wurden Anfang Juni die ersten 50 von insgesamt 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Kreativwirtschaft aus allen Regionen Deutschlands und allen Teilbranchen zu ehrenamtlichen ‚Fellows' ernannt. Sie bilden den ‚Trendradar' des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes und garantieren einen praxisnahen Informationsfluss über Entwicklungen und Bedarfe der Branche“, so Sylvia Hustedt.

Weitere Informationen:

Foto © William Veder/Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

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