Arbeitslosenversicherung für Selbständige: Beiträge 2017

Wer mit seiner beruflichen Selbständigkeit scheitert, kann Arbeitslosengeld beantragen. Die Beiträge dafür steigen im nächsten Jahr nur geringfügig.

Wer mit seiner beruflichen Selbständigkeit scheitert, kann Arbeitslosengeld beantragen. Voraussetzung ist: Er oder sie hat in die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige eingezahlt. Das sogenannte „Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag" muss innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit bei der Arbeitsagentur beantragt werden. Voraussetzung ist, dass Sie innerhalb der letzten 24 Monate vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit in einem Versicherungspflichtverhältnis nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III gestanden haben (z.B. einem Beschäftigungsverhältnis). Oder Sie müssen vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit eine Leistung des SGB III bezogen haben (z.B. Arbeitslosengeld).

Beiträge 2017

Der Beitragssatz für das Jahr 2017 liegt unverändert bei drei Prozent. Auf Basis der geplanten Bezugsgrößen von 2.975 Euro (West) und 2.660 Euro (Ost) liegt der monatliche Beitrag zur Arbeitslosenversicherung für Selbständige bei 89,25 Euro bzw. 79,80 Euro. Für Gründerinnen und Gründer besteht eine Sonderregelung. Sie zahlen ab dem Zeitpunkt der Gründung plus dem folgenden Kalenderjahr pro Monat nur die Hälfte: 44,63 Euro (West) und 39,90 Euro (Ost). Die Beiträge müssen an die Bundesagentur für Arbeit abgeführt werden.

Übrigens: Selbständige, die wiederholt ihre selbständige Tätigkeit zum Beispiel aus witterungsbedingten Gründen beenden und nach der Unterbrechung die gleiche selbständige Tätigkeit wieder neu aufnehmen, zahlen den vollen Beitrag, sofern bei ihnen die Startphase abgelaufen ist.

Gut zu wissen: Das BMAS-Bürgertelefon zur Arbeitsmarktpolitik und -förderung weist daraufhin, dass sich die Höhe des Arbeitslosengeldes in der Regel nicht an den tatsächlichen Einnahmen aus der selbständigen Tätigkeit, sondern an einem fiktiven Arbeitsentgelt orientiert. Dessen Höhe hängt u.a. von den Beschäftigungsmöglichkeiten und der damit erforderlichen Qualifikation ab.

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