Höherer Kinderzuschlag bei EXIST

Um Gründerinnen und Gründern mit Kindern den Einstieg in die Selbständigkeit zu erleichtern, hat das Bundeswirtschaftsministerium beim Förderprogramm „EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft" den Kinderzuschlag erhöht.

EXIST hält Gründerinnen und Gründern den Rücken frei. Vorausgesetzt, es handelt sich um Studierende, Absolventen und Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die sich mit innovativen und erfolgversprechenden Ideen im Tech- oder LifeScience-Bereich selbständig machen möchten. EXIST-Gründerstipendium sorgt dafür, dass sie für die Dauer eines Jahres die notwendige Finanzierung für ihren Lebensunterhalt, für notwendige Sachausgaben und ein Coaching erhalten. Damit können sich die Gründungsteams voll und ganz auf ihre Produktentwicklung, ihren Businessplan und das unternehmerische Handwerkszeug konzentrieren.

Familienfreundliche Förderung

Um Gründerinnen und Gründern mit Kindern den Einstieg in die Selbständigkeit zu erleichtern, gibt es im Rahmen von EXIST-Gründerstipendium einen Kinderzuschlag on top. Etwa 20 Prozent der EXIST-geförderten Gründerinnen und Gründer machen davon Gebrauch. Im Herbst 2016 wurde der Kinderzuschlag nun erstmals seit 2007 von 100 Euro auf 150 Euro pro Monat und pro Kind erhöht.

Den Zuschlag gibt es für jedes unterhaltspflichtige Kind. Die Gründerin oder der Gründer müssen dies lediglich bei der Antragstellung gegenüber der Hochschule oder dem Gründungsnetzwerk angeben und eine Kopie der Geburtsurkunde des Kindes den Unterlagen beifügen. Auch für Kinder, die während der Förderung geboren werden, gibt es ab dem ersten Monat den Kinderzuschlag. Mit der Erhöhung möchte das BMWi die Familienfreundlichkeit der EXIST-Förderung weiter steigern und vor allem auch Frauen ermuntern, sich selbständig zu machen.

EXIST-Gründerstipendium beantragen

Wer EXIST-Gründerstipendium beantragen möchte, muss sich an eine Hochschule oder Forschungseinrichtung bzw. das zuständige Gründernetzwerk wenden, die den Antrag an den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragten Projektträger Jülich (PtJ) weiterleitet.

Erfüllen sie die wichtigsten Voraussetzungen für EXIST- Gründerstipendium?

Sämtliche Fragen müssen mit „ja“ beantwortet werden, wenn die wichtigsten Fördervoraussetzungen gegeben sein sollen.

  1. Dient die Förderung der Ausreifung einer Geschäftsidee zu einem Businessplan, der Entwicklung marktfähiger Produkte oder innovativer Dienstleistungen oder der gezielten Vorbereitung einer anspruchsvollen innovativen Gründung aus einer Hochschule oder Forschungseinrichtung?
  2. Handelt es sich bei dem Antragsteller um eine Hochschule oder Forschungseinrichtung in Deutschland, die in ein nachhaltig gesichertes Gründungsnetzwerk eingebunden ist?
  3. Wird die projektbegleitende Gründungsbetreuung durch das Gründungsnetzwerk oder einen Gründungsberater (Coach) gewährleistet?
  4. Wird dem Gründer von der antragstellenden Einrichtung ein Mentor sowie die kostenfreie Nutzung der Infrastruktur zur Verfügung gestellt?
  5. Ist ausgeschlossen, dass der Gründer andere Stipendien oder Einkünfte aus Beschäftigungsverhältnissen, entgeltlichen Nebentätigkeiten im Umfang von mehr als fünf Stunden pro Woche oder Förderprogrammen zur Finanzierung des Lebensunterhalts erhält?
  6. Ist gewährleistet, dass Gründung und Aufnahme der Geschäftstätigkeit erst nach Projektbeginn erfolgen?
  7. Wird der Förderantrag bis spätestens 31. Dezember 2020 gestellt?

Quelle: BMWi-Förderdatenbank

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