Mobil und kundenorientiert
im "www"

Wie sehen die wichtigsten "To Do's" im nächsten Jahr rund um Ihren Webauftritt aus? Wir haben dazu Prof. Dr. Thomas Pleil von der Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation gefragt.

Gemeinsam mit seinem Team an der Hochschule Darmstadt vermittelt Prof. Dr. Thomas Pleil Expertenwissen zu den Themen Onlinekommunikation, digitales Marketing und Onlinekompetenz. Im Fokus stehen Verbände, Berater sowie weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mittelständische Unternehmen zu Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 unterstützen. Die Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

"Im Internet sichtbar und auffindbar sein: Das ist nach wie vor die größte Herausforderung für Unternehmen. Zwingend ist dabei, dass die Webseite auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets gut funktionieren muss. Die Zahl der Nutzer, die mobil einkaufen oder sich informieren, wird auch weiterhin zunehmen. Wer jetzt mit seinem Unternehmen startet, muss daher bei der Gestaltung seiner Webseite von Anfang an darauf achten, dass sie für den mobilen Einsatz geeignet ist. Bestehende Webseiten sollten überprüft und zeitnah optimiert werden. Einen Grund dafür, warum Unternehmen damit nicht warten sollten, liefert nicht zuletzt auch Google. Das Management der marktführenden Suchmaschine hat bereits im Herbst 2016 angekündigt, einen mobilen Suchindex einzuführen. Dabei werden Webseiten, die nicht mobil optimiert sind, beim Ranking deutlich abgewertet und erscheinen auf den Ergebnisseiten zukünftig unter ferner liefen. Spätestens im nächsten Jahr sollten daher Webseiten mobil fit gemacht werden."

"Wir haben in diesem Jahr viele Gespräche mit Unternehmen geführt, die deutlich gemacht haben, dass die Online-Kommunikation mit Kunden verbessert werden muss. Es geht also nicht nur darum, möglichst viele Informationen online zu präsentieren, sondern sich auch auf den richtigen Kommunikationskanälen zu bewegen. Auch wenn Facebook, Instagram oder Snapchat in Fachdiskussionen und in den Medien eine große Rolle spielen, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Netzwerke auch von meinen Kunden genutzt werden bzw. von mir sinnvoll bespielt werden können. Es gibt inzwischen jede Menge digitaler Netzwerke, so dass man als Gründer und Unternehmer genau hinschauen muss: Wo sind meine Kunden wirklich unterwegs? Und wie sollte ich sie dort ansprechen? Und vor allem: Welche Themen und Inhalte habe ich, die meine Kunden auch wirklich interessieren? Das ist zwar zunächst mit einer zeitintensiven Recherche und Planungsarbeit verbunden. Im Endeffekt lohnt es sich aber, weil ich die Kunden dort anspreche, wo sie sind und ich entscheiden kann, ob und wann es in den inhaltlichen und zeitlichen Kontext passt.

Apropos 'ansprechen': Bei der direkten Kommunikation mit den Kunden sollten Unternehmerinnen und Unternehmer auch überlegen, inwiefern Messengerdienste wie WhatsApp, Facebook Messenger oder iMessage sinnvoll sind."

In der Förderinitiative "Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse" werden bundesweit Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, ein Kompetenzzentrum Digitales Handwerk und vier Mittelstand 4.0-Agenturen im Rahmen des Förderschwerpunkts "Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Der Förderschwerpunkt unterstützt Unternehmen beim intelligenten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und stärkt damit ihre Wettbewerbsfähigkeit. "Mittelstand-Digital" setzt sich zusammen aus den Förderinitiativen "Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse", "eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern" und "Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand". Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de

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